Laut einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft war der Arbeitsmarkt im letzten Monat gleich von zwei Seiten in Bedrängnis geraten. Die Zahl der Arbeitslosen ist um 7.000 Personen angestiegen und die Zahl der offenen Stellen ging parallel um 4.000 zurück.
Nach Einschätzung der Wissenschaftler erfüllt die Kurzarbeit bisher ihre gewünschte Brückenfunktion; so führte der Weg aus der Kurzarbeit bisher also nicht in die Arbeitslosigkeit.
Die Industrieunternehmen sind derzeit von einer normalen Auslastung ihrer Kapazitäten noch weit entfernt, doch schon im Januar legte die Produktion real und saisonbereinigt um fast 1% zu. Auch die Auftragseingänge sind gestiegen. Dies lässt weiterhin hoffen.
Im Einzelnen geht es um folgende Förderungen:
Diese Instrumente waren bis Ende 2010 befristet. Durch das 4. SGB IV-Änderungsgesetz werden sie um ein Jahr verlängert – bis auf die erweiterte Berufsorientierung, die bis Ende 2013 genutzt werden kann.
Es sei grundsätzlich sinnvoll, die Aufnahme einer Arbeit zu fördern, heißt es in dem Gutachten des IW Köln, das in Ausgabe 11/2010 der WirtschaftsWoche veröffentlicht wurde. Allerdings sei die nun um ein Jahr verlängerte Förderperspektive immer noch recht kurz. Die private Arbeitsvermittlung benötige eine langfristig gesicherte gesetzliche Basis. Die ebenfalls beschlossene Weiterbildung beschäftigter Arbeitnehmer zähle dagegen – im Gegensatz zur Wiedereingliederung von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt – nicht zu den Aufgaben der Arbeitslosenversicherung, sondern seien Sache der Arbeitnehmer selbst. Auf Grund des Milliarden-Defizits der Bundesagentur für Arbeit rechnen die IW-Experten damit, dass alle arbeitsmarktpolitischen Instrumente im Lauf des Jahres kritisch hinterfragt werden müssten.